Ein unerwartetes Wunder- Angeln in Dänemark

Ein unerwartetes Wunder- Angeln in Dänemark

Vor ein paar Wochen ging es mit dem gesamten Jackson Team Deutschland auf nach Schweden für die Jackson Kayak Fishing Open nach Karlskrona.
Auf dem Weg dahin wollten vier von uns noch zwei Tage einen Stop in Dänemark einlegen, um dort ebenfalls im Brackwasser auf Hecht zu gehen.

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Ich hatte schon ein bisschen darüber gehört, hatte auch Bock drauf, aber war mir sicher, dass es erst in Schweden so richtig mit Vollgas zur Sache gehen würde. Dänemark kennen die meisten Deutschen Angler wahrscheinlich vom Meeresfischen auf Dorsch, Plattfisch und Meerforelle, aber Raubfisch? Da denkt man doch schon eher an Rügen, Schweden oder Irland speziell wenn es auf Hecht gehen soll.

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Aber was soll ich sagen? Was wir dort gleich am ersten Tag erlebte war unglaublich!
Wir hatten kaum die Ruten montiert und waren auf dem Wasser, da ging es schon los.
Bäm, der erste heftige Biss! Ich war irgendwie noch gar nicht richtig geistig angekommen, da wir direkt super früh raus sind und Normalerweise sind die Fische und ich uns einig, dass wir uns erst zum zweiten Frühstück einander annähern.
Die Mähr vom frühen Vogel halte ich ja nach wie vor für eben eine Selbige… dies aber nur am Rande ☺
Also kurzum ersten Biss verhauen, aber hoch motiviert ging es weiter. 3 Würfe später schepperte es richtig in der Gerte und der erste 70er Hecht konnte gelandet werden.
Das schien ein guter Tag zu werden und ich blieb meinen erstmals gefischten schwarzen Ködern treu. Da ich diese einfach mal ausprobieren wollte, hatte ich nur ein Paket davon vor der Abreise gekauft, was sich schnell als Fehler rausstellen sollte.
Die Fische bissen und bissen. Natürlich blieben nicht alle hängen, aber der Adrenalinspiegel blieb konstant hoch. Auch die anderen Jungs fingen alle gut, oder hatten zumindest viele Bisse.
Mittlerweile waren auch unsere Tschechischen Teamkollegen auf dem Wasser und wir waren uns sicher, dass alle einen unvergesslichen Tag erleben würden.
Zwei Jungs waren mit der Fliege unterwegs und auch Sie waren in den Flachwasserzonen äußerst erfolgreich. Gegen Mittag konnte mein Kumpel Jens sogar einen schönen 93er Hecht mit der Fliege überlisten, was gleichzeitig auch den größten Fisch des Wochenendes bedeuten sollte. Ein dicker Kracher mit einer Plauze größer als die eines jeden von uns! Ok, vielleicht nicht von jedem …
Gegen Mittag flaute es ein wenig ab und wir legten eine kleine Pause am Ufer ein und redeten kurz mit ein paar ortsansässigen Bootsanglern, die auch ganz passabel gefangen hatten, aber nicht komplett ins Flache konnten. Dafür liebe ich das Kayakfischen! Du hast einfach viel mehr Möglichkeiten, auch in ganz abgelegene und schwer zugängliche Bereiche zu kommen, die anderen immer verborgen bleiben werden.
Nach nem Energiesnack in Form von Schokoriegeln und Cola ging es wieder raus.
Die Bissfrequenz blieb konstant gut und alle von uns landeten noch ein paar schöne Fische zwischen 70-90cm. Noch nie hatte ich an einem mir gänzlich unbekannten revier so gut gefangen. Einfach geil!
Da der Winter begann, mussten wir leider schon gegen 16:00h zusammen vom Wasser, was aber allen auch nichts ausmachte, da der Tag wirklich gut gelaufen war.

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Wir packten zusammen und fuhren Richtung Camping Platz (auch hier muss man sagen, dass die sich deutlich von vielen anderen im Standard unterscheiden; Wlan überall, Duschen riesig mit Sauna, Sportmöglichkeiten und Restaurant auch im Winter).
Heiß geduscht wurde der Grill gestartet und wir verbrachten noch nen sehr lustigen Abend zusammen mit unseren Tschechischen Freunden! Fantastisch, so soll angeln sein!
Am nächsten Tag wollten wir uns gegen Mittag mit dem Rest der Mannschaft an der Autobahn treffen und wollten vormittags aber sicher noch aufs Wasser. Das taten wir auch, aber Petrus meinte es nicht so gut mit uns. Ein dicker Sturm machte jede Köderkontrolle unmöglich. Vielleicht hätte es uns ein Zeichen sein sollen, dass nur ein einziger Einheimischer auf dem Wasser war, aber was solls. Am Tag vorher hat er es ja auch wirklich gut mit uns gemeint. Wir packten zusammen und fuhren Richtung Treffpunkt.
Nun also zum Resümee: Wer bei Angeln in Dänemark nur an Meeresfischen denkt, der liegt absolut falsch. Dieses Land steckt sicher voll von solch tollen Plätzen, die nur darauf warten, dass wir sie mit unseren Kayaks erkunden!
Und für mich noch als kleine Randnotiz: Immer mehr als ein Paket schwarze Köder einpacken, wenn es auf Hecht im Norden geht! Die Damen mögen das kleine Schwarze da!
Tight lines
Kai

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