Die Arbeit mit dem Hobby verbinden

Kanu_03

Jeder von uns kennt es sicher. Montag morgens wenn der Wecker klingelt, haben viele von unser sicher mehr Bock im Bett liegen zu bleiben, als sich zur Arbeit zu begeben.
Aber es gibt auch so manche Montage, da hat man richtig Bock drauf, weil man weiß, dass etwas Cooles passieren wird.
So war es in der letzten Woche. Ich arbeite in einer Firma, die auch Taschen- und Kopflampen verkauft. Wir haben ein geiles neues Konzept von COB Lampen (extrem heller und langlebiger als LED) und diese müssen natürlich beworben werden.
Also was liegt näher, als eine Kopflampe bei Outdoor-Aktivitäten zu präsentieren.
So und nun darf dreimal geraten werden, was man als Mitarbeiter bei so einer Sache vorschlägt… Richtig- einen kleinen Clip über das Kajak-Angeln zu drehen!!
Geil, ich habe mich richtig derbe darauf gefreut, abends nach der Arbeit mit unserem Video Team aufs Wasser zu gehen und zu Filmen. Das Wetter passte, der lokale Fluss führte kein extremes Hochwasser (wir leben hier im Gebiet von Gezeiten) und das Licht war perfekt!

Kanu_03-2
So haben wir uns abends um circa 20:00h am Wasser getroffen, um die beeindruckende Abendsonne, den Mond und natürlich auch die berühmte blaue Stunde mitzunehmen.
Wir paddelten zu einer kleinen Sandbank und hatten bereits auf dem Weg dahin ein paar schöne Aufnahmen im Kasten. Ich saß in meinem neuen Kraken 13.5 und die beiden Filmer paddelten in meinem alten Big Tuna. An der Sandbank angekommen, konnten wir ein paar coole Aufnahmen machen und Petrus hat an dem Abend wirklich alles für uns getan.

Kanu_01
Das einzig Blöde an der ganzen Sache war nur, das rund um mich rum die Fische raubten wie blöde und ich ja leider nur alibi-mäßig angeln konnte, da es ja um die Lampen und nicht um das Angeln ging. Aber im Geiste war ich am nächsten Abend schon wieder auf dem Wasser. Das konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen.
Gegen 22:30 waren die Aufnahmen im Kasten und wir beschlossen, nach einer kurzen Pause auf dem Fluss den Heimweg in Richtung Hafen anzutreten. Während dieser Pause unterhielten wir uns noch über den Spaß, aber auch die möglichen Gefahren beim Kajakfahren. Ich sagte, dass man nachts besser nicht alleine und am Besten mit Beleuchtung aufs Wasser geht, da ansonsten die Gefahr nicht gesehen zu werden, einfach zu groß sei, von anderen Booten nicht gesehen zu werden und ggf. einen schlimmen Unfall zu erleiden. Meine beiden Kollegen nickten mir glaubend zu und wir paddelten los. Ich vorne weg, da ich ja die Lampen an Bord hatte und die beiden eher Unerfahrenen hinterher. Ich musste eine Weile auf Sie warten und genoss das Licht des Mondes auf dem Wasser, als es plötzlich circa 100 Meter vor mir verschwand und eine schwarze Wand auftauchte. Ein riesen Binnenfrachter kam wie im Stile Knight Riders im Silent Mode den Fluss runter. Niemand hatte ihn gehört und ich schrie den beiden sich noch in der Mitte des Flusses befindlichen Jungs nur zu „ Schneller, Schneller, haut rein, noch 10 Sekunden“… Sie machten gerade die letzten Paddelschläge aus der Fahrinne, als „Nessi“ mit seinen gut siebzig Metern Länge an Ihnen vorbeischob. Alter Schwede, Schwein gehabt… nicht nur Petrus hatte es anscheinend gut gemeint.
Am Ende am Ufer konnten wir schon wieder lachen und freuten uns, am nächsten Tag nicht dem Chef sagen zu müssen, dass ein Kollege und die neue Kamera im Fluss geblieben sind und noch mehr über die Aufnahmen!
Also genießt die Fischerei in den sommerlichen Abendstunden und passt auf Euch auf!
Petri

Comments on “Die Arbeit mit dem Hobby verbinden”

No comments, be the first to comment!

    Leave a Reply

    Your email address will not be published.